Lebensraum Malawisee im Aquarium

Lebensraum Malawisee im Aquarium

Bei der Einrichtung eines Aquariums zur Haltung von Malawicichliden sollte man bestrebt sein, den natürlichen Lebensraum der Pfleglinge nachzubilden, um den Tieren optimale Haltungsbedingungen zu bieten. Der Malawisee hat im Wesentlichen fünf Habitate zu bieten. Von großer aquaristischer Bedeutung sind vor allem die Felsen-, Sand- und Übergangszone.

Felsenzone:

Bewohnern der Felsenzone ist auch im Aquarium ein üppiger Steinaufbau zu bieten. Dieser sollte sich bis zur Wasseroberfläche und über die gesamte Rückwand erstrecken. Ein gut strukturierter Steinaufbau schafft Reviere für die dominanten Tieren und bietet unterlegenen Tieren ausreichend Versteckmöglichkeiten. Vorwiegend in Fels nähe lebende Cichliden benötigen aber dennoch Schwimmraum. Dieser muss aber nicht besonders groß sein.

Sandzone:

Vorwiegend über dem Sandgrund beheimatete Cichliden benötigen auch im Aquarium in erster Linie eine ausreichend große Sandfläche. Der Sand wird von vielen Cichliden nach Nahrung durchsiebt. Zudem werden zur Fortpflanzung häufig Gruben ausgehoben, die den Tieren als Reviere dienen. Um unterlegenen Tieren Sichtschutz bzw. Rückzugsmöglichkeiten zu verschaffen, sollten als Abgrenzung einige Steine in das Aquarium gebracht werden. Diese sparsame Einrichtung hat den Vorteil, dass den Tieren problemlos genügend Schwimmraum geboten werden kann. Auch wenn die Tiere in der Natur keine Steine brauchen, so kommt man im Aquarium aber doch nicht ohne aus. In der Natur können sich unterlegene Tiere durch Flucht in Sicherheit bringen. Im Aquarium ist dies nicht möglich und deshalb werden verstecke gebraucht.

Übergangszone:

Cichliden der Übergangszone sind nicht ganz so eng an Felsen als Lebensraum gebunden. Ein kleinerer Steinaufbau und etwas mehr Schwimmraum sind hier ideal.

Pflanzenzone:

Pflanzenzonen sind im Malawisee im Vergleich zu den übrigen Bereichen eher selten zu finden. Da die meisten spezialisierten Bewohner dieses Lebensraums auch Pflanzenfresser sind, spielen sie aquaristisch kaum eine Rolle. Die Räuber der Pflanzenzone kommen meist auch in der Übergangszone vor. Ihnen reichen auch einige Steine als Verstecke und zur Revierabgrenzung.

Freiwasserzone:

In der Freiwasserzone leben neben den Seesardinen (die gibt es wirklich) hauptsächlich größere Räuber. Diese sind zwar teilweise aquaristisch interessant, da sie aber sehr groß werden, bleiben sie den Besitzern von Großbecken mit mehreren Tausend Litern vorbehalten.

Das jeweilige Ursprungshabitat der Cichliden ist der Artenliste zu entnehmen.


Version 1.0
 

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