Die Einrichtung eines Malawi-Aquariums – Wegweiser der wichtigsten Schritte
1.
Bevor mit der Einrichtung eines Aquariums begonnen wird, sind bei der Aufstellung des Beckens einige Dinge zu beachten. So lassen sich spätere Ärgernisse vermeiden. Ist das Aquarium nämlich erst einmal befüllt ist, hat man aufgrund des hohen Gewichts schließlich kaum Möglichkeiten zur Nachbesserung.
Das Aquarium/der Unterschrank ist möglichst unter Verwendung einer Wasserwaage waagerecht auszurichten. Wird ein Unterbau gemauert, sollte natürlich schon bei dessen Errichtung mit der erforderlichen Genauigkeit gearbeitet werden.
Die Stellfläche des Beckens auf dem Unterbau/Unterschrank muss – gerade wenn, wie bei allen größeren Becken üblich, die Bodenscheibe des Aquariums vollflächig aufliegt - absolut eben und sauber sein. Nur so sind Spannungen in der Bodenscheibe zu vermeiden, die sonst im ungünstigsten Fall zum Bruch derselben führen könnten. Damit auch kleinste Schmutzpartikel (Sandkörner etc.) auf dem Unterbau die Bodenscheibe nicht beschädigen können, ist es zudem empfehlenswert, das Aquarium nicht direkt auf den Unterbau, sondern auf eine flexible Unterlage zu stellen. Hierzu eignen sich z.B. dünne Styroporplatten oder handelsübliche Schaumstoff-Aquarienunterlagen.
2.
Soll in das Aquarium eine Rückwand eingebaut werden, ist diese zuerst einzubringen. Abhängig von der Bauform und den verwendeten Materialien muss so eine Rückwand gegebenenfalls eingeklebt werden. Manchmal reicht es aber auch, die Rückwand unter die Längs- oder Querstreben zu klemmen, die der Stabilisierung des Beckens dienen. In diesen Fällen kann die Rückwand ohne großen Aufwand wieder aus dem Aquarium entfernt werden.
3.
Selbst in kleineren Malawi-Aquarien ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass zur Nachbildung einer Felsenzone Steine mit einem Gewicht von 10 Kg und mehr verbaut werden. Das Gesamtgewicht eines Steinaufbaus liegt dann schnell bei mehr als 100 Kg. Zum Schutz des Aquariums sollten die Steine aber nicht auf dem Sand oder direkt auf der Bodenscheibe des Aquariums aufgebaut werden. Cichliden buddeln gern, deshalb kann ein auf dem Sand aufgestapelter Steinaufbau untergraben werden, einstürzen und das Aquarium zerstören. Werden die Steine dagegen direkt auf der Bodenscheibe gestapelt, kann diese durch punktuelle Belastungen beschädigt werden. So können z.B. Sandkörner zwischen schweren Steinen und der Scheibe wie ein Glasschneider wirken. Deshalb braucht die Bodenscheibe auch im Aquarium einen effektiven Schutz. Hier gibt aber sehr preiswerte und wirkungsvolle Maßmaßnahmen. So kann man die Bodenscheibe des Aquariums im Bereich des geplanten Steinaufbaus z.B. mit Styropor- oder Styrodurplatten mit einer Stärke von ca. zwei Zentimetern schützen. Es ist durchaus sinnvoll, diese Platten mit Aquariensilikon in das Becken zu kleben. So wird ein Aufschwimmen der Platten bei einer späteren Entfernung des Steinaufbaus – z.B. zur Umgestaltung des Aquariums – verhindert.
4.
Nachdem nun die Bodenplatte mit Styropor oder ähnlichem Material geschützt ist, kann mit dem Steinaufbau begonnen werden. Hier sind vor allem Kreativität und etwas Geduld gefragt. Im Ergebnis muss der Aufbau sicher stehen und den Fischen ausreichend Versteckmöglichkeit bieten. Im unteren Bereich des Steinaufbaus sollten möglichst einige große Steine Verwendung finden. Diese geben dem Aufbau die notwendige Stabilität. Wenn der Steinaufbau an die Seitenscheiben oder die Rückscheibe gelehnt werden soll, sind auch diese zu schützen.
5.
Nun wird der Sand im Aquarium verteilt. Man kann vorher etwas Wasser in das Becken füllen, so werden Lufteinschlüsse im Sand vermieden. Zwingend notwenig ist diese Vorgehensweise aber nicht. In die Bereiche der Steinaufbauten kann man den Sand mit einem Schlauch einspülen.
6.
Jetzt kann das Aquarium bepflanzt, vollständig befüllt und die Technik in Betrieb genommen werden. Fische dürfen aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingesetzt werden, da nun erstmal die Einlaufphase des Filters beginnt.
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