* Pumpenkennlinie richtig lesen

Hi zusammen,
nicht jeder hat Erfahrung, wie man mit Kennlinien umgeht, bzw. sie richtig abliest.
Hier mal ein Beispiel einer typischen Förderpumpe, welche man in Filterbecken
findet, anhand einer z.B. “aquabee UP 3000“
Technische Daten:
Fördermenge 3000 l/h (Maximal bei 0 Förderhöhe)
Maximale Förderhöhe hmax = 2,4m (bei 0 Fördermenge)
Stromverbrauch 40Watt

Viele machen den Fehler und denken, wenn 3000l/h draufsteht, kommen auch
3000 l/h raus? Nein!
Zuerst muss man die tatsächliche Förderhöhe bestimmen, od. bei der Planung
eines Aquariums mit ext. Filterbecken, dies entsprechend berücksichtigen.
Anschließend sollte man die gewünschte (tatsächliche) Fördermenge
festlegen(!), die natürlich von der Auslegung des Filters, sowie der Überzeugung
Einzelner ->  unterschiedlich ausfallen kann.
Ich persönlich wünsche mir eine ca. 2-fache Umwälzung des AQ-Volumens, lege/baue
den Filter entsprechend aus und die gewünschten Daten stehen fest.

Meine tatsächliche Förderhöhe (baubedingt) wäre z.B. 120 cm und habe ein 1000l AQ!

Also brauche ich eine Förderpumpe, die bei einer Förderhöhe von 120cm
auch ca. 2000l fördern sollte.
Meine Wahl würde hier z.B. auf die o.g.  aquabee UP 3000 fallen und überprüfe
die Kennlinie.
Die grünen Linien ziehe ich selbst (gedanklich od. mit dem Lineal)…
wobei der senkrechte Strahl die Förderhöhe/Wassersäule und die Waagerechte, die Fördermenge darstellt!
Das Blaue, ist die Pumpenkennlinie.

Link zur Pumpenkennlinie UP 3000

-… zuerst lege ich den Punkt bei 120cm in der Senkrechten -> meine tatsächliche Förderhöhe!
- dann muss man eine waagerechte Linie ziehen, bis sie sich mit der “Pumpen-Kennlinie“
  schneidet! (Schnittpunkt Kennlinie)
-anschließend muss man vom Schnittpunkt Kennlinie , eine Senkrechte nach unten
 ziehen, welches auf dem waagerechten Zahlenstrahl wieder einen Schnittpunkt ergibt
 und somit das Ergebnis – > die (in meinem gewünschten Fall) “tatsächliche Fördermenge“
 abzulesen wäre -> nämlich 1800 l/h.

Die richtige Pumpe wäre gefunden und 1800l/h entspräche einer 1,8fachen Umwälzung!

Ein weiterer wichtiger Punkt sollte hierbei noch erwähnt werden.
Der Schnittpunkt auf der Pumpenkennlinie sollte sich in etwa, im mittleren Drittel
befinden, damit man vom möglichst "optimalen" Wirkungsgrad der Pumpe nicht allzu weit entfernt liegt.

Für diejenigen, die das "Feine" suchen -> Rohrleitungsverluste sind nicht berücksichtigt.
Eine großzügigere Auslegung der Leitungsdurchmesser, sowie kurze Leitungswege und möglichst
wenige Bögen, minimieren diesen Effekt.

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